Darf ich vorstellen? Stay – eine Entwicklungshilfe, die tatsächlich hilft zu entwickeln!

logo-stayKennen Sie eigentlich die Stiftung Stay? Wenn nicht, dann sollten Sie sie kennenlernen, denn diese Stiftung leistet eine ganz besondere Art von Entwicklungshilfe. Klassische Hilfsorganisationen unterliegen oft der Kritik, dass sie zwar gut gemeinte Wohltaten in Entwicklungsländern begehen und mit Spendengeldern den Menschen in Not helfen, ihr Leben einigermaßen menschenwürdig zu leben. Sobald sich aber die Organisationen zurückziehen, um sich auch anderen Problemen zu widmen oder weil sich die Gelder für ein bestimmtes Projekt dem Ende neigen, finden sich die Einheimischen solcher Entwicklungsgesellschaften oft in einem Zustand wieder, der dem gleicht, als die Stiftungen eingetroffen sind, um deren Probleme zu lösen. Und manchmal ergeht es ihnen sogar noch schlechter, denn mit Unterstützung der westlichen Organisationen geraten sie in eine weitere Abhängigkeit, die sie davon abhält, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und sich aus der Armut zu befreien.

Und was macht Stay? Was macht nun die Stiftung Stay anders? Sie vertritt die Meinung, dass den Menschen in Entwicklungsländern besser geholfen ist, nicht indem man ihre Probleme temporär übernimmt, sondern zusammen mit diesen Menschen eine Grundlage schafft, die Probleme zu lösen, also einen Weg finden, sich dauerhaft selbst zu versorgen. Diese Grundlage besteht aus den drei Säulen Gesundheit, Bildung und Einkommen, die laut der Stiftung gleich wichtig sind, um der Armutsspirale zu entkommen. Denn wer gesund ist, kann zur Schule oder arbeiten gehen und sich somit sein Einkommen sichern.

Das Ziel der Stiftung ist es, die Einheimischen zu unterstützen, selbst darin aktiv zu werden, ihrer eigenen Gesellschaft zu helfen und sie zu entwickeln. Stay hat bisher u.a. in Projekten zur Ausbildung von Krankenschwestern und Lehrern mitgewirkt, Organisationsstrukturen und Finanzierungsmöglichkeiten von Kinderheimen geschaffen und über Spenden Projekte von Entwicklungsorganisationen unterstützt, die eine nachhaltige Unabhängigkeit der anfänglich Hilfsbedürftigen zum Ziel haben.
Die crossculture academy findet diesen Ansatz toll und ist daher ein großer Unterstützer der Stiftung. Seit neuestem läuft die Kampagne „Unternehmer für Unternehmer“. Dabei geht es um die Förderung von sozial engagierten Einheimischen, die selbst Entwicklungshilfe leisten, denen aber oft die finanziellen Mittel zur Umsetzung bestimmter Vorhaben fehlen. Da nun aber genau diese sogenannten Sozialunternehmer die Probleme ihrer Gesellschaft am besten kennen, ein verwurzelter Teil dieser Kultur sind und wissen, was tatsächlich nötig ist, um die Menschen aus ihrer Not zu befreien, stellen sie für Stay sehr wertvolle Partner zur Bekämpfung der Armut dar. Die Stiftung hat diese Kampagne mit dem Pilotprojekt „Stay Alliance Uganda“ gestartet. Mit Spenden von sozial engagierten Unternehmern aus Deutschland werden die Sozialunternehmer in Uganda darin gefördert, Schulen, Gesundheitsstationen und Landwirtschaftsgruppen zu gründen und zu betreiben und gleichzeitig Dorfbewohner zu Multiplikatoren auszubilden, also zu Lehrern, Krankenschwestern und Landwirten, die ihr Wissen weitergeben und somit die Entwicklung ihrer Gesellschaft selbstständig vorantreiben.

Der Gründer von Stay Benjamin Wolf hat sich jahrelang mit der Kritik von Entwicklungshilfe auseinandergesetzt und mit seinem Pilotprojekt „Unternehmer für Unternehmer“ schließlich die seiner Meinung nach beste Lösung gefunden, Armut zu bekämpfen, indem er nicht von außen eingreift, sondern die Betroffenen darin unterstützt, ihre Probleme selbst und von innen heraus zu bekämpfen. Ein toller Ansatz, der sich bislang bewährt hat und eine wachsende Zahl an Unterstützern findet.

Für die Zukunft weiterhin alles Gute!

Panagiota Gomes da Costa

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