Die Kulturschockkurve

Kulturschock handfeste Krise

In der Kulturschockkurve des US-amerikanischen Anthropologen Dr. Kalervo Oberg werden die unterschiedlichen Phasen des Kulturschocks abgebildet, die Menschen erleben, sobald sie einen längeren Aufenthalt im Ausland haben. Der Kulturwissenschaftler Martin Woesler hat diese Kurve um eine weitere Phase, und zwar um die der Rückkehr erweitert. Gerade Expats setzten sich im Rahmen eines interkulturellen Trainings bzw. einer Auslandsvorbereitung mit dieser Kurve auseinander.

Es werden fünf Phasen unterschieden:

Honeymoonphase

Am Anfang eines Aufenthalts herrscht bei vielen eine anfängliche Euphorie. Sie sind gespannt und neugierig und lassen sich von ihren fremden und neuen Erlebnissen faszinieren und begeistern.

Kulturschock

Im Verlauf kehrt ein Alltag ein. Die Euphorie verschwindet und die ersten unangenehmen Unterschiede in der neuen zur eigenen Kultur fallen auf. Es folgt ein Gefühl der Ausgrenzung und des „Nichtverstandenwerdens“.

kulturschockkurve

Erholung

Nach der Krise folgt eine Auseinandersetzung mit der neuen Kultur auf tieferer Ebene als in der ersten Phase. Das Hineinwachsen in die neue Kultur beginnt.

Anpassung

Ein Verständnis für die neue Kultur und möglicherweise die Übernahme bestimmter Werte bildet sich fließt in den Alltag ein.

Eigenkulturschock

Die Rückkehr in die Heimat folgt. Alte, abgelegte Verhaltensmuster werden wieder erlebt und sorgen für einen erneuten Kulturschock, der erneut verarbeitet werden muss.

 

Bild: © iStockphoto.com/diego_cervo

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